Unterwegs in Libyen

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Art.Nr.: 978-3-86963-373-2

Beschreibung

Unterwegs in Libyen

Reiseroman


Karl Plepelits

Softcover, 208 Seiten
ISBN 978-3-86963-373-2
auch als ePUB/eBook erhältlich

Unterwegs in Libyen. Begleiten Sie einen lustigen Tiroler Reiseleiter auf seinen Reisen durch Libyen, lernen Sie zusammen mit ihm und seinen Reisegruppen dieses so interessante, geheimnisvolle, widersprüchliche Land kennen und lassen Sie sich von den liebenswerten Menschen und den unglaublichen Natur- und Kulturschätzen verzaubern.

Eine farbenreiche Reportage aus dem wohlhabendsten Land Afrikas, zugleich eine spannende, berührende, offenherzige Liebesgeschichte.

Karl Plepelits. Wurde in Wien geboren, lebt in der Steiermark. War nach dem Studium der Klassischen Philologie, Alten Geschichte und Anglistik als Lehrer, Reiseleiter, literarischer Übersetzer und Wissenschaftler tätig. Arbeitete als solcher auf dem Gebiet der Altertumswissenschaft und Byzantinistik.

"Die erschütternden Ereignisse der letzten Monate lassen naturgemäß die Frage aufkommen: Was soll ich mit diesem Buch? Wer weiß, wann man wieder gefahrlos und halbwegs komfortabel nach Libyen wird reisen können? Und werden dann die überwältigenden Kulturschätze überhaupt noch existieren?

Nun, um Letzteres können wir nur beten, ebenso wie um das Leben der unglücklichen Menschen (soweit sie nicht die Furie des Krieges bereits verschlungen hat). Die zweite Frage lässt sich aus heutiger Sicht überhaupt nicht beantworten. Sehr wohl aber die erste. Denn dieser Roman ist nicht nur vom Anfang bis zum Ende eine spannende Liebesgeschichte, ein pures Lesevergnügen. Er ist zugleich ein Sachbuch, wenn auch natürlich in vergnüglicher Erzählform, und informiert sachkundig etwa über den Islam und darüber, welche Rolle er im Leben der Menschen spielt, ebenso über islamisch-arabische Kunst und frühchristlichen Kirchenbau; schließlich finden sich in Libyen nicht nur Moscheen, sondern auch massenhaft Überreste von Kirchen aus der Zeit, als das Land noch christlich war.
Der bei weitem größte und wichtigste Teil der Kulturschätze Libyens stammt freilich aus der griechischen und römischen Epoche, und das sind zum Teil solche, die in keiner anderen von Griechen und Römern bewohnten oder auch nur beeinflussten Region zu finden sind. Entsprechend umfangreich und aufschlussreich sind die Informationen zu diesen Themen, zumal der Autor als Altertumswissenschaftler ausgewiesener Fachmann auf diesem Gebiet ist.
Aber natürlich kommen auch viele andere interessante Themen zur Sprache wie Sitten und Gebräuche des Orients, Geschichte und Gegenwart (inklusive Politik) Libyens, das Leben in der Sahara einst und jetzt einschließlich der von Gaddafi initiierten Ausbeutung der fossilen Wasservorräte. Und schließlich wird man nach der Lektüre des Buches besser verstehen, wieso Libyen seit dem 17. Februar 2011 in Aufruhr  ist.

Rezensionen

"Ein Roman, dessen Titel wehmütig stimmt. „Unterwegs in Libyen“ hat der Autor sein Werk zu einem Zeitpunkt genannt, als die politischen Umschwünge und Veränderungen nordafrikanischer Staaten noch in weiter Ferne lagen.
Erzählt wird die Geschichte zweier Libyenreisen, die sich in den Jahren 2004 und 2006 ereigneten. Der Roman beginnt mit der Gruppenreise im Jahr 2006, die als Rahmenhandlung fungiert. Im Mittelpunkt steht der Rückblick auf die erste Libyenreise des Ich-Erzählers, der als Reiseleiter einer Tiroler Reisegruppe in Erscheinung tritt und in tagebuchartigen Aufzeichnungen über seine Erlebnisse bereichtet. Erst die letzten Kapitel des Romans führen wieder zur zweiten späteren Reise, die für den Erzähler eine schicksalhafte Wendung nimmt.
Die literarische Klammer zwischen Anfang und Ende ist Fontanes Ballade „Die Brücke am Tay“, die hier in abgewandelter Form zum Einsatz kommt. So heißt es zu Beginn des Romans: "Wann treffen wir drei denn wieder zusammen?" aber die erwartete Antwort bleibt aus, die Neufassung lautet: „Sobald ihr Glück gekittet ist.“ Die Hexen aus der Ballade treten auf den letzten Seiten wieder in Erscheinung – als milde gestimmte Begleiterinnen eines neuen und dauernden Liebesglücks.
Damit verweist Plepelits auf die zwei Komponenten seines Romans: Einerseits stehen die Erforschung des Landes und sein kultureller Reichtum im Mittelpunkt, andererseits kommt einer von „Irrungen, Wirrungen“ geprägten Liebesgeschichte auch großer Raum zu.

Der Leser erfährt detailliert, wie die erste Tiroler Libyenreise im Jahr 2004 abläuft, mit welchen Problemen und Hindernissen der Reiseleiter damals zu kämpfen hat, neben all seinen erotischen Verwirrungen und Abenteuern!
So werden gleich zu Beginn die mitgebrachten Spirituosen konfisziert; weiters fährt in jedem Touristenbus ein Polizist mit. Der Autor richtet sein Augenmerk auf wichtige Ausgrabungsstätten und Touristenattraktionen, sowie auf die historische Entwicklung des Staates, die genau erläutert wird. Der libysche Fremdenführer Omar wird liebevoll charakterisiert – als treuer und ergebener Muslim dargestellt – und auch als überzeugter Anhänger Gaddafis.
Er betont, dass es in Libyen keine Slums mehr gebe und sogar abgelegene Gebiete mit schönen Einkaufszentren ausgestattet seien. Ein kritischer Gaddafi-Artikel führt sogar zu einem Konflikt zwischen dem österreichischen Reiseleiter und dem libyschen Fremdenführer, letztlich gibt es aber eine friedliche Lösung.
Liest man diese Zeilen, fragt man sich, was aus Omar geworden ist – und ob er immer noch zu den Anhängern des „Führers“ Gaddafi zählt.
Das Buch wirft für den Leser von 2011 die Frage auf, wann dieses an Ausgrabungen reiche Land wohl wieder gefahrlos bereist werden kann.
Der Verfasser bemüht sich, sachliches Wissen (historische Entwicklung des Landes, Namenserklärungen, Erläuterungen zu Ausgrabungen) auf klare, anschauliche Weise zu vermitteln. Dies geschieht in leichter, ansprechender Weise in Form eines tagebuchähnlichen Reiseromans, der zugleich eine komplizierte Liebesgeschichte beinhaltet, die zu guter Letzt zu einem guten Ende findet: Der ständig zwischen mehreren Frauen hin- und hergerissene Reiseleiter namens Peter wird mit Glück belohnt: Er gewinnt endgültig die Liebe seines Lebens.
Das Buch vermittelt Wissen und Unterhaltung – eine empfehlenswerte Lektüre für jeden Leser, der ein Land näher kennenlernen will, zumindest auf dem Papier!
Das Reiseziel selbst ist in unerreichbare Ferne gerückt.
JUDITH ROCHEL-WAGNER (Aus: Literarisches Österreich. Zeitschrift des Österreichischen Schriftstellerverbandes. 2011/1. Seite 40 und 41)

"Der Leser erfährt detailliert, wie die erste Tiroler Libyenreise im Jahr 2004 abläuft, mit welchen Problemen und Hindernissen der Reiseleiter damals zu kämpfen hat, neben all seinen erotischen Verwirrungen und Abenteuern!

So werden gleich zu Beginn die mitgebrachten Spirituosen konfisziert; weiters fährt in jedem Touristenbus ein Polizist mit. Der Autor richtet sein Augenmerk auf wichtige Ausgrabungsstätten und Touristenattraktionen, sowie auf die historische Entwicklung des Staates, die genau erläutert wird. Der libysche Fremdenführer Omar wird liebevoll charakterisiert – als treuer und ergebener Muslim dargestellt – und auch als überzeugter Anhänger Gaddafis.
Er betont, dass es in Libyen keine Slums mehr gebe und sogar abgelegene Gebiete mit schönen Einkaufszentren ausgestattet seien. Ein kritischer Gaddafi-Artikel führt sogar zu einem Konflikt zwischen dem österreichischen Reiseleiter und dem libyschen Fremdenführer, letztlich gibt es aber eine friedliche Lösung.
Liest man diese Zeilen, fragt man sich, was aus Omar geworden ist – und ob er immer noch zu den Anhängern des "Führers" Gaddafi zählt.
Das Buch wirft für den Leser von 2011 die Frage auf, wann dieses an Ausgrabungen reiche Land wohl wieder gefahrlos bereist werden kann.
Der Verfasser bemüht sich, sachliches Wissen (historische Entwicklung des Landes, Namenserklärungen, Erläuterungen zu Ausgrabungen) auf klare, anschauliche Weise zu vermitteln. Dies geschieht in leichter, ansprechender Weise in Form eines tagebuchähnlichen Reiseromans, der zugleich eine komplizierte Liebesgeschichte beinhaltet, die zu guter Letzt zu einem guten Ende findet: Der ständig zwischen mehreren Frauen hin- und hergerissene Reiseleiter namens Peter wird mit Glück belohnt: Er gewinnt endgültig die Liebe seines Lebens.
Das Buch vermittelt Wissen und Unterhaltung – eine empfehlenswerte Lektüre für jeden Leser, der ein Land näher kennenlernen will, zumindest auf dem Papier!
Das Reiseziel selbst ist in unerreichbare Ferne gerückt."
JUDITH ROCHEL-WAGNER (Aus: Literarisches Österreich. Zeitschrift des Österreichischen Schriftstellerverbandes. 2011/1. Seite 40 und 41)

"In einer Zeit, in der das Land Libyen in aller Munde ist, ist es hochinteressant, eine Beschreibung dieses Landes in Händen zu halten, die – durch die Romanhandlung bedingt – es möglich macht, Meinungen von einheimischen Fremdenführern, gedruckten Reiseführern und betroffenen Frauen als kaleidoskopartige Schau zu bekommen. Die genauen Recherchen des Autors, selbst anerkannter Spezialist in Sachen Islam, Orient, Besiedlung und antiker Geschichte, läßt die Ausgrabungen, die Amphitheater, Thermen, Triumphbögen für Septimius Severus und Marc Aurel vorüberziehen. Bezeichnungen werden etymologisch erklärt, Stadtenamen entzaubert und übersetzt. Phönizier, Römer, Griechen, Inschriften und Schriftzeichen allgemein, Autokennzeichen, hochinteressante Kleinigkeiten bis zu den Betonungen der Namen und des Opernhelden Radames bieten immer wieder neue Überraschungen. Aber es gibt nicht nur die Wissenschaft! Liebe, Scherz, Abenteuer eines Reiseleiters lassen das Menschliche nicht zu kurz kommen. Das Buch erfüllt hundertprozentig die Aufgabe eines Reiseromans, fremde Länder, Menschen und Sitten besser verstehen zu lernen."
RVK (= Rudolf Viktor Karl) (Aus: Werte und Worte. Organ des Verbandes geistig Schaffender und österreichischer Autoren. Jahrgang 63. Wien 2011)

"Karl Plepelits, der Autor des Reiseromans Unterwegs in Libyen, war nach dem Studium der Klassischen Philologie, Alten Geschichte und Anglistik als Lehrer, Reiseleiter, literarischer Übersetzer und Wissenschaftler auf dem Gebiet der Altertumswissenschaft und Byzantinistik tätig. Diese mannigfaltigen Bestrebungen kommen auch seinem neuen Roman zugute, der wegen der derzeitigen Unruhen in der arabische Welt und des politischen Umbruchs in Libyen sehr aktuell wirkt und zusätzlich auch fundierte Informationen über das Land und die Mentalität seiner Leute liefert.
Karl Plepelits ist ein amüsanter, leichtfüßiger Erzähler, der seinen Reisebericht mit erotischen Abenteuern und komödiantischen Verwicklungen garniert. Gekonnt schildert er die lustigen Liebesmühen des Haupthelden des Romans, des verheirateten, aber nicht besonders treuen Tiroler Reiseleiters Peter, der auf der Reise zwischen verschiedenen Frauen seiner Gruppe hin und her pendelt, schwankt, zweifelt und letztendlich alle beglückt.
Die Reise führt von Bengasi über Tripolis in die Libysche Wüste. Im Vordergrund stehen vor allem die Besuche der antiken Tempelanlagen, Ruinen, Kirchen aus der römisch-byzantinischen Zeit, als Libyen ein Teil des damaligen großen Weltreiches war. Der Autor beschreibt eingehend mit großem Einfühlungsvermögen für Kunst und Geschichte die verschiedenen Denkmäler, er streut aus seinem Füllhorn das vertiefte Wissen eines poeta doctus, als er sich zum Beispiel über das heutige Tripolis mehrschichtig ausbreitet und den unwissenden Leser belehrt, dass die Region um die jetzige Hauptstadt in der späten römischen Kaiserzeit Provincia Tripolitana hieß, weil sie aus den drei Poleis – griechisch Stadtstaaten – Leptis Magna, Oea und Sabratha bestand.
Der Roman Unterwegs in Libyen ist einerseits eine lustige Liebesstory, anderseits aber ein sachlicher Bericht über die Sehenswürdigkeiten dieses reichsten Landes Afrikas. Der Autor schildert immer wieder – ohne eine politische Kritik üben zu wollen – die eigenartige gesellschaftliche und politische Struktur des Staates unter der Leitung des vor kurzem ermordeten ehemaligen Machthabers und Führers der Revolution Gaddafi, den der Westen lange hofiert hat, aber kurzendlich über Nacht fallen gelassen hat.
Der libysche Begleiter und Leiter der Gruppe Omar, ein Mann des ehemaligen autoritären Systems, belehrt uns über Gaddafi unter anderem auch mit dieser Erklärung: " Er hat das ganze Land sozial und kulturell total umgestaltet, natürlich auf der Grundlage des Islam. Seine Ideen hat er in seinem berühmten "Grünen Buch" zusammengefasst. Dieses ist, nebenbei bemerkt, überall erhältlich, auch in deutscher Sprache; und ich kann Ihnen nur wärmstens empfehlen, es als schönstes Mitbringsel aus Libyen zu erwerben. Es besteht aus drei Teilen. Ihre Titel lauten: "Die Lösung des Demokratieproblems", "Die Lösung des wirtschaftlichen Problems" und "Die soziale Basis der Dritten Universaltheorie". Dem Führer ist es zu verdanken, dass sich Libyen von einem der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt zum reichsten Staat Afrikas entwickelt hat, natürlich nicht ohne den von Allah gesandten Segen der reichen Ölvorkommen. Das libysche Erdöl enthält nämlich besonders wenig Schwefel und gehört darum der höchsten Qualitätsstufe an. Außerdem hat uns Allah unter dem Boden der Sahara einen ungeheuren Vorrat an Süßwasser beschert, und der Führer hat dieses göttliche Geschenk angenommen und lässt es durch ein System von Rohrleitungen, offenen Kanälen, Wassertanks und Stauseen mittels zahlreicher Pumpstationen in die Küstenregion transportieren, wo der Großteil der Bevölkerung lebt. Auch werden mit dessen Hilfe durch künstliche Bewässerung mitten in der Wüste neue landwirtschaftlich genutzte Flächen geschaffen. Dieses gigantische Projekt heißt "Great-Man-Made-River". Es gilt als die derzeit größte Baustelle der Welt, ja als die teuerste Baustelle aller Zeiten ..." (Seite 86).
Später erfahren wir durch die Worte des anderen libyschen Reisebegleiters Sami, dass Libyen im Jahr 1951 zu Beginn der Unabhängigkeit nur eine Million Einwohner hatte, doch "sei der segensreichen Politik des Führers zu verdanken, die konsequent das Ziel eines möglichst raschen Bevölkerungswachstums verfolgt", dass für das Jahr 2050 schon eine Einwohnerzahl von fünfzig Millionen zu erwarten ist. (Seite 144).
Doch war die Realität im Gaddafi-Staat leider ganz anders: allgegenwärtige Kontrolle des Machtapparates, Bespitzelung der verdächtigen Personen, Verhaftungen, Schikanen auch gegenüber den Frauen, trotz gewisser Rechte, die sie in anderen arabischen Ländern in diesem Ausmaß nicht hatten. Verwirrend auch sonderbare Allüren der Führung: "In Libyen war es bis vor kurzem strengstens verboten, eine Fremdsprache zu lernen do auch nur die lateinische Schrift zu verwenden. Libyen sollte nach Gaddafis Willen ein rein arabisches Land sein. Und sein früherer Bildungsminister ließ englische und französische Bücher verbrennen. " (Seite 171).
Karl Plepelits Reiseroman ist nicht nur eine lustig zu lesende Liebes- und Reisegeschichte, sondern vor allem auch ein Dokument über die libysche Gegenwart, Geschichte und Kultur.
LEV DETELA (LOG: Zeitschrift für internationale Literatur. Ausgabe 131/2011)


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