Journal fĂĽr Management, Innovationen und Perspektiven in der Gesundheitswirtschaft (JMIPG)

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Art.Nr.: 2193–7087

Beschreibung

IATROS Journal fĂĽr Management, Innovationen und Perspektiven in der Gesundheitswirtschaft (JMIPG)

1. Jahrgang (2013), ca. 52 Seiten pro Heft, 4 Ausgaben jährlich, ISSN 2193–7087

Herausgegeben von:
Prof. Dr. Christoph Rasche, Potsdam (Wissenschaftliche Gesamtverantwortung)
Prof. Dr. Uta Herbst, Potsdam
Prof. Dr. Johanne Pundt, Bremen
Prof. Dr. Andrea Braun von Reinersdorff, OsnabrĂĽck
Prof. Dr. Manfred Haubrock, OsnabrĂĽck
Prof. Dr. Johannes Möller, Hamburg
Dr. Dr. Gundo Zieres, Alzey
Dr. Barbara Hogan, Hamburg

Schriftleitung:
Awad Eckstein
Iatros Verlag & Services GmbH
Friedrich-Klausing Str. 12a
D-14469 Potsdam
Telefon: (03 31) 96 79 69 30
Telefax: (03 31) 96 79 69 34
E-Mail:  i.journal@iatros-verlag.de

Bezugsbedingungen:
BezugsgebĂĽhren im Abonnement
Jahresabonnementpreis  5200
Einzelbezug je Heft  15,90
jeweils einschl. 7% Mehrwertsteuer
zzgl. Versandkosten.


... Journal(s) fĂĽr Management, Innovationen und Perspektiven in der Gesundheitswirtschaft (JMIPG) soll eine LĂĽcke zwischen fundierter Theoriebildung und profunder Anwendungsorientierung in der Gesundheitswirtschaft geschlossen werden.

Diese steht zunehmend im Fadenkreuz zwischen solidarischem Versorgungsauftrag einerseits und marktorientiertem Zielgruppenauftrag andererseits. Patienten entwickeln sich in Teilbereichen zu souveränen Kunden und Kliniken übernehmen in ihrer Funktion als Expertenorganisationen zunehmend die Geschäftsmodelle typischer Dienstleistungsunternehmen. Krankenkassen wiederum verstehen sich als Gesundheitsförderer, die vom administrativen Payer zum strategischen Player avancieren möchten. Pharmakonzerne und Medizintechnikhersteller sind bei diesem Spiel um Wettbewerbsvorteile und Verhandlungsstärke zwar Protagonisten des technisch-medizinischen Fortschritts, doch tragen sie auch durch „segensreiche“ Innovationen zur Kostenexplosion in der Gesundheitswirtschaft bei. Vernachlässigt werden dabei Prozess- und Versorgungsinnovationen, die bessere Ergebnisse bei gleichem Ressourceneinsatz zum Gegenstand haben.

Kritisch ist zu konstatieren, dass die Gesundheitswirtschaft nicht punktuell unterfinanziert, sondern ĂĽberadministriert ist, wodurch die Mobilisierung latenter Leistungsreserven erschwert wird.

Der Anspruch des JMIPG besteht in der Etablierung einer möglichst breiten und nach allen Seiten der Gesundheitswirtschaft anschlussfähigen Diskussionsplattform für Wissenschaft und Praxis. Die Herausgeber verschreiben sich der multiparadigmatischen Forschung in der Gesundheitswirtschaft. Herzlich willkommen sind gleichermaßen konzeptionelle, empirisch-studienbasierte sowie experimentelle Beiträge, die innovative Denkanstöße vermitteln, neue Perspektiven eröffnen oder die konventionellen Gesundheitsdoktrinen kritisch hinterfragen.

Kaum eine andere Branche ist derart wissensintensiv, regulativ komplex und ethisch-normativ „infiltriert“, weshalb die Wert- und Nutzenstiftung im Gesundheitswesen laut des renommierten Harvard-Professors Michael E. Porter („What is value in health care?“) keine triviale Fragestellung ist. Vielmehr formulieren multiple Anspruchsgruppen (z. B. Patienten, Kassen, Einweiser, Angehörige, Klinikpersonal, Politik) bisweilen inflationäre Ansprüche, denen künftig oft nur mittels innovativer Versorgungsformen, Geschäftsmodellen und Servicestrategien entsprochen werden kann. Wer nicht aus ethischen Gründen „rationieren, priorisieren und diskriminieren“ möchte, der wird sich zwangsläufig Rationalisierungs- und Innovationsthemen zuwenden müssen.

Der bekannte Slogan „Vorsprung durch Technik“ müsste in der Gesundheitswirtschaft in „Vorsprung durch Führung und Organisation“ umgedeutet werden. Oder um es in den prägnanten Worten befragter Healthcare CEOs im Rahmen einer von Harvard-Professorin Regina Herzlinger durchgeführten Studie zur Zukunft der Gesundheitswirtschaft im 21. Jahrhundert auszudrücken: „THE CEOS ESSENTIALLY SAID THAT HEALTH CARE DOES NOT NEED MORE ALBERT EINSTEINS. IT NEEDS HENRY FORDS – TINKERERS DISSATISFIED WITH THE STATUS QUO WHO ARE CONSTANTLY TWEAKING –
SEARCHING FOR MORE EFFICIENT, SOCIETALLY RESPONSIVE WAYS OF DELIVERING CARE“.

Das Journal für Management, Innovationen und Perspektiven in der Gesundheitswirtschaft möchte zum kreativen Diskurs über die Zukunftsthemen der Gesundheitswirtschaft anregen – drohen doch radikale Veränderungen in fast allen relevanten Mikro- und Makroumwelten. Jenseits des apodiktisch beschworenen soziodemographischen und technologischen Wandels werden künftig wohlmöglich innovative und integrative Versorgungsformen die Gesundheitswirtschaft prägen. Aus dem Versorgungs- und Vertrauensgut „Gesundheit“ wird ein Indikator für Lebensqualität. Deren Sicherstellung ist eben nicht nur Aufgabe eines für- und vorsorgenden Sozialstaats, sondern individuelle Ambition vieler Leistungsnehmer, die für die Erlangung einer hohen Lebensqualität eine entsprechende Zahlungsbereitschaft zur Verfügung stellen. Nur so erklärt sich der milliardenschwere „Healthstyle“-Markt für Salutogenese, der den Versorgungsmarkt für Pathogenese komplementär ergänzt. Die Akteure der Gesundheitswirtschaft bewegen sich somit im paradoxen Spannungsfeld von „Lust und Leid“, wie die Gegensätze zwischen Intensiv- und Akutversorgung einerseits sowie Lifestyle- und Wahlleistungen anderseits zeigen.

Bereits anhand dieser Präliminarien wird deutlich, dass es sich bei der Gesundheitswirtschaft streng genommen um keine klar konturierte Branche handelt, sondern um ein komplexes Wertschöpfungsnetzwerk unterschiedlichster Akteure und Anspruchsgruppen. Ambulante, stationäre, poststationäre „Primärversorger“ repräsentieren nur einen Teilausschnitt der gesundheitsökonomischen Realität. Diese wird zunehmend von Technologie- und Pharmakonzernen sowie Krankenkassen, kassenärztlichen Vereinigungen, den Medizinischen Diensten der Krankenversicherung und einer Vielzahl spezialisierter Beratungsunternehmen geprägt. Nicht zu vergessen sind in diesem Szenario Komplementärbranchen wie die IT-Wirtschaft und Sportwirtschaft, die große gemeinsame Schnittmengen und Konvergenzen mit der Gesundheitswirtschaft aufweisen.

Im Gegensatz zu vielen Special Interest Journals der Gesundheitswirtschaft besteht eines der Hauptmotive des JMIPG in einer strategischen Klammerfunktion, um die oft wertvernichtenden Silostrukturen, Partikularinteressen und Professionen-Barrieren wissenschaftlich und praktisch zu reflektieren. Dem akademischen Erkenntnisgewinn der Beiträge sollte demzufolge praktischer Nutzwert innewohnen, der das JMIPG nicht nur für die Führungskräfte der Gesundheitswirtschaft zur attraktiven Lektüre werden lässt.
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Prof. Dr. rer. pol. habil. Christoph Rasche, Universität Potsdam

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